Unsere Website ist bereit für KI-Agenten: Erste Schritte mit WebMCP
Google baut die KI-Funktionen in Chrome zügig aus. Wir haben auf unserer eigenen Website raffiniert.biz bereits eine Technologie integriert, die bisher kaum jemand auf dem Schirm hat: WebMCP, das Web Model Context Protocol.
Was ist WebMCP?
Google und Microsoft entwickeln gemeinsam über die W3C Web Machine Learning Community Group diesen offenen Standard. Er erlaubt es KI-Agenten, digitalen Assistenten oder zukünftigen Browser-KIs, Webseiten strukturiert zu lesen und direkt mit ihnen zu interagieren. Chrome bietet aktuell die erste Implementierung im Origin Trial an. Agenten wie Claude oder Copilot können dadurch Formulare eigenständig erkennen, deren logischen Zweck verstehen und die Felder korrekt ausfüllen.
Die technische Umsetzung im Detail
Wir haben die Funktionen direkt in unser neues Headless-Setup aus Next.js, Payload CMS und einer vollständigen TypeScript-Integration eingebettet. Damit erreichen wir in PageSpeed Insights Höchstwerte von 100 Punkten und haben gleichzeitig das Fundament für die KI-Kompatibilität gelegt.
Folgende Bausteine haben wir konkret umgesetzt:
- Deklarative HTML-Annotations: Alle unsere Formulare sind im Quelltext mit Attributen wie toolname, tooldescription und toolparamdescription versehen. KI-Agenten lesen den Zweck und die Parameter eines Formulars direkt aus dem DOM ab.
- Discovery-Datei nach Community-Konvention: Da die offizielle Tool-Discovery im WebMCP-Standard laut Google noch ungelöst ist, setzen wir zusätzlich auf die sich etablierende Konvention einer Konfigurationsdatei unter /.well-known/webmcp. Sie listet KI-Crawlern beim Besuch der Seite alle verfügbaren Tools auf und synchronisiert sich automatisch mit unserem CMS.
- JSON-Schema-Definitionen: Jedes Eingabefeld inklusive aller Pflichtfelder ist exakt definiert. Ein digitaler Agent weiss dadurch im Voraus, welche Daten für den erfolgreichen Versand benötigt werden.
- Validierung: Im aktuellen PageSpeed Insights Probelauf wurden die neuen Kriterien geprüft. Das Ergebnis zeigt vier grüne Haken für die bestandenen WebMCP-Audits. Dies kann aber momentan nur lokal getestet werden, da die normale Prüfung noch eine ältere Chrome Instanz nutzt.
Der Zeitplan: Wann wird das wichtig?
Die Technologie befindet sich zurzeit im Chrome Origin Trial. Google nutzt diese Phase, um neue Web-APIs unter realen Bedingungen zu testen, bevor sie fest in die stabile Chrome-Version für die breite Masse einziehen. Die Funktionen sind somit real und einsatzbereit, erfordern aktuell aber noch spezielle Browser-Konfigurationen zum Testen.
Die Richtung für die kommenden Jahre steht fest: Der Browser wird sich zum Vermittler zwischen Nutzern, KIs und Webinhalten entwickeln. Wer seine Plattform frühzeitig vorbereitet, baut einen klaren Vorsprung auf.
Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, wie gut deine Webpräsenz mit KI-Agenten interagiert? Wenn du die Performance und Architektur deiner Plattform auf den neuesten Stand bringen willst, besprechen wir das am besten bei einem Kaffee.
Quellen & weiterführende Links:
- Chrome WebMCP Dokumentation: WebMCP | AI on Chrome | Chrome for Developers
- Chrome Origin Trials: Origin Trials
- Lighthouse WebMCP Audits: bereits integriert in PageSpeed Insights, aber wird noch nicht durchgeführt. Kann lokal getestet werden mit aktueller Chrome Version.
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